Klage, Vertrauen und die Suche nach dem rechten Weg
Das erste Psalmenbuch eröffnet mit der Frage, woran ein Mensch sein Leben ausrichtet. Viele seiner Gebete erzählen von Bedrängnis, Schuld und der Hoffnung auf Gottes Hilfe.
Daneben stehen Lieder über die Schöpfung und die Geborgenheit bei Gott. Zu den bekanntesten gehören Psalm 22 mit seiner eindringlichen Klage und Psalm 23 mit dem Bild Gottes als Hirten.

Psalm 18
Psalm 18 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Psalm 18
Dank- und Siegeslied Davids nach der Niederwerfung seiner Feinde
1 Dem Musikmeister. Vom Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes an den HERRN richtete zu der Zeit, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Gewalt Sauls errettet hatte. Er sprach:
2 Ich liebe Dich, HERR, meine Stärke!
3 Der HERR ist mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild, das Horn meines Heils, meine Feste.
4 Den Preiswürdigen rufe ich an, den HERRN, so werde ich von meinen Feinden errettet.
5 Die Stricke des Todes umfingen mich, die Ströme des Verderbens erschreckten mich;
6 die Stricke des Totenreichs umringten mich, die Fallen des Todes traten mir entgegen.
7 In meiner Angst rief ich zum HERRN, zu meinem Gott schrie ich um Hilfe; er hörte in seinem Palast meine Stimme, mein Hilfeschrei drang ihm zu Ohren.
8 Da wankte und schwankte die Erde, die Grundfesten der Berge erbebten; sie wankten, denn Zorn war in ihm entbrannt.
9 Rauch stieg auf aus seiner Nase, verzehrendes Feuer fuhr aus seinem Mund, glühende Kohlen sprühten von ihm.
10 Er neigte den Himmel und stieg herab, Wolkendunkel lag unter seinen Füssen;
11 er fuhr auf dem Kerub und flog, schoss dahin auf den Flügeln des Windes.
12 Finsternis machte er zu seiner Hülle, ringsum zu seinem Zelt: Wasserdunkel, dichtes Gewölk.
13 Aus dem Glanz vor ihm brachen seine Wolken hervor, Hagel und feurige Kohlen.
14 Dann donnerte im Himmel der HERR, der Höchste liess seine Stimme erschallen.
15 Er schoss seine Pfeile und zerstreute sie, schleuderte Blitze und schreckte sie.
16 Da wurden die Betten des Meeres sichtbar, die Grundfesten des Erdkreises lagen offen vor deinem Schelten, HERR, vor dem Schnauben des Zorns deiner Nase.
17 Er griff herab aus der Höhe und fasste mich, zog mich heraus aus grossen Wassern;
18 er entriss mich meinem starken Feind, denen, die mich hassten, die stärker waren als ich.
19 Sie überfielen mich am Tag meines Unglücks, doch der HERR wurde mir zur Stütze.
20 Er führte mich hinaus ins Weite, riss mich heraus, denn er hatte Gefallen an mir.
21 Der HERR vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände lohnte er mir.
22 Denn ich hielt mich an die Wege des HERRN und fiel nicht treulos ab von meinem Gott.
23 Ja, alle seine Rechte stehen mir vor Augen, und seine Satzungen weise ich nicht von mir.
24 So blieb ich vor ihm ohne Tadel und hütete mich vor meiner Schuld.
25 Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
26 Dem Getreuen zeigst du dich getreu, dem Lauteren zeigst du dich lauter,
27 dem Reinen zeigst du dich rein, doch dem Verkehrten zeigst du dich verschlagen.
28 Ja, Du rettest das gebeugte Volk, doch stolze Augen erniedrigst du.
29 Ja, du lässt meine Leuchte hell scheinen; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
30 Denn mit dir überrenne ich Scharen, mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
31 Dieser Gott – vollkommen ist sein Weg, das Wort des HERRN ist im Feuer geläutert; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen.
32 Denn wer ist Gott ausser dem HERRN, wer ein Hort ausser unserm Gott?
33 Der Gott, der mich mit Kraft gürtet und meinen Weg vollkommen macht;
34 der mir Füsse gibt wie die der Hirsche und mich auf meine Höhen stellt;
35 der meine Hände streiten lehrt, dass meine Arme den ehernen Bogen spannen.
36 Du gabst mir den Schild deines Heils, deine Rechte stützte mich, und deine Herablassung machte mich gross.
37 Du schafftest Raum für meine Schritte, und meine Knöchel wankten nicht.
38 Ich verfolgte meine Feinde und holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie vernichtet waren.
39 Ich zerschmetterte sie, sie konnten nicht aufstehn, sie fielen unter meine Füsse.
40 Du gürtetest mich mit Kraft zum Kampf, zwangst unter mich, die gegen mich aufstanden.
41 Meine Feinde schlugst du vor mir in die Flucht, und die mich hassten, vernichtete ich.
42 Sie schrien – doch kein Retter war da, zum HERRN – doch er hörte sie nicht.
43 Ich zerrieb sie wie Staub vor dem Wind, schüttete sie hin wie Schlamm der Gassen.
44 Du rettetest mich aus dem Streit des Volkes, setztest mich zum Haupt der Völker; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
45 Kaum hört ihr Ohr von mir, gehorchen sie, Fremde beugen sich mir mit Heuchelei.
46 Die Fremden sinken kraftlos hin, zitternd kommen sie aus ihren Burgen.
47 Der HERR lebt! Gepriesen sei mein Hort! Erhaben sei der Gott meines Heils,
48 der Gott, der mir Vergeltung gab und Völker unter mich beugte,
49 der mich meinen Feinden entriss. Ja, über die, die gegen mich aufstanden, erhöhtest du mich, dem Mann der Gewalt entrissest Du mich.
50 Darum will ich Dich preisen, HERR, unter den Völkern, Deinem Namen will ich singen:
51 Der seinem König grosses Heil schenkt und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinem Geschlecht in Ewigkeit.

Psalm 19
Psalm 19 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Psalm 19
Lob Gottes, des Schöpfers, und seines Gesetzes; Bitte um Vergebung und Bewahrung
Dem Chorleiter. Ein Psalm von David.
2 Die Himmel verkünden Gottes Herrlichkeit,
vom Werk seiner Hände erzählt das Firmament.
3 Ein Tag ruft dem andern die Botschaft zu,
eine Nacht gibt der andern die Kunde.
4 Da ist keine Sprache, da sind keine Worte,
unhörbar ist ihre Stimme;
5 und doch: durch alle Lande dringt ihr Schall
und ihre Rede bis ans Ende der Welt.
Der Sonne hat er dort ein Zelt gesetzt;
6 wie ein Bräutigam tritt sie hervor aus ihrer Kammer,
sie freut sich wie ein Held, ihre Bahn zu laufen.
7 Vom einen Ende des Himmels geht sie aus,
und ihr Umlauf reicht bis an sein andres Ende,
und nichts bleibt verborgen vor ihrer Glut.
8 Die Weisung des HERRN ist vollkommen,
sie erquickt die Seele;
das Zeugnis des HERRN ist verlässlich,
es macht den Einfältigen weise;
9 die Befehle des HERRN sind recht,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des HERRN ist lauter,
es erleuchtet die Augen;
10 die Furcht vor dem HERRN ist rein,
sie besteht in Ewigkeit;
die Urteile des HERRN sind Wahrheit,
gerecht sind sie allesamt.
11 Kostbarer sind sie als Gold, als Feingold in Fülle,
süsser als Honig und Seim aus den Waben.
12 Auch dein Knecht lässt sich durch sie warnen;
wer sie bewahrt, hat reichen Lohn.
13 Verfehlungen - wer nimmt sie wahr?
Von verborgenen Fehlern sprich mich frei!
14 Auch vor Vermessenen behüte deinen Knecht,
lass sie nicht über mich herrschen!
Dann bin ich untadelig und bin rein von schwerem Vergehen.
15 Lass die Worte meines Mundes
und das Sinnen meines Herzens
wohlgefällig sein vor Dir,
o HERR, mein Fels und mein Erlöser!

Psalm 20
Psalm 20 ⸱ LYRIS-BIBEL (LYB)
Wagen und Rosse — und der Name
1 Dem Chormeister. Ein Psalm. Von David.
2 Es antworte dir der HERR am Tag der Bedrängnis,
in Sicherheit bringe dich der Name des Gottes Jakobs.
3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum,
und von Zion her halte er dich.
4 Er gedenke all deiner Speiseopfer,
und fett gelte ihm dein Brandopfer.
5 Er gebe dir nach deinem Herzen,
und all dein Vorhaben erfülle er.
6 Wir wollen jubeln über deine Rettung
und im Namen unseres Gottes das Banner entfalten.
Es erfülle der HERR all deine Bitten.
7 Nun weiss ich: Der HERR rettet seinen Gesalbten.
Er antwortet ihm aus seinem heiligen Himmel
mit den rettenden Machttaten seiner Rechten.
8 Diese mit Wagen und jene mit Rossen,
wir aber nennen den Namen des HERRN, unseres Gottes.
9 Sie sind in die Knie gesunken und gefallen,
wir aber sind aufgestanden und halten uns aufrecht.
10 HERR, rette!e
Der König antworte uns am Tag, da wir rufen.

Psalm 21
Psalm 21 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Dank für die Rettung des Königs – Zuversicht angesichts der Feinde
1 Für den Chorleiter. Ein Psalm von David.
2 HERR, über deine Kraft freut sich der König,
und über deine Rettung – wie jubelt er laut!
3 Seines Herzens Verlangen hast du ihm gewährt,
den Wunsch seiner Lippen ihm nicht verwehrt.
4 Denn mit reichem Segen kamst du ihm entgegen,
hast ihm aufs Haupt gesetzt eine Krone aus Feingold.
5 Leben erbat er von dir – du hast es ihm gewährt,
Länge der Tage für immer und ewig.
6 Gross ist seine Ehre durch deine Rettung,
Hoheit und Pracht hast du auf ihn gelegt.
7 Ja, du hast ihn zum Segen gemacht für immer,
ihn mit Freude erfüllt vor deinem Angesicht.
8 Denn der König vertraut auf den HERRN,
durch die Güte des Höchsten wird er nicht wanken.
9 Deine Hand wird finden all deine Feinde,
deine Rechte wird finden, die dich hassen.
10 Wie einen Feuerofen wirst du sie machen,
sobald du erscheinst;
der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn,
und Feuer wird sie verzehren.
11 Ihre Frucht wirst du von der Erde tilgen,
ihre Nachkommen aus der Menschen Mitte.
12 Wenn sie auch Böses gegen dich planen,
einen Anschlag ersinnen –
sie richten nichts aus.
13 Denn du wirst sie zwingen, den Rücken zu kehren,
wirst mit gespannter Sehne auf ihr Gesicht zielen.
14 Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft!
Wir wollen singen und spielen von deiner Macht.

Psalm 22
Psalm 22 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Klage und Hoffnung eines von Gott Verlassenen
1 Dem Musikmeister. Nach der Weise «Hirschkuh der Morgenröte». Ein Psalm Davids.
2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Fern von meiner Rettung sind die Worte meines Schreiens.
3 Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du antwortest nicht,
und bei Nacht, doch ich finde keine Ruhe.
4 Du aber bist der Heilige,
du thronst auf Israels Lobgesängen.
5 Auf dich vertrauten unsere Väter,
sie vertrauten, und du hast sie befreit.
6 Zu dir schrien sie und entkamen,
auf dich vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch,
ein Hohn der Leute, verachtet vom Volk.
8 Alle, die mich sehen, verspotten mich,
sie verziehen den Mund, sie schütteln den Kopf:
9 «Befiehl es dem HERRN! Der soll ihn befreien,
der soll ihn retten – er hat ja Gefallen an ihm!»
10 Ja, du hast mich aus dem Mutterleib gezogen,
mich vertrauen lassen an meiner Mutter Brust.
11 Auf dich bin ich geworfen vom Mutterschoss an,
vom Leib meiner Mutter an bist du mein Gott.
12 Bleib nicht fern von mir, denn die Not ist nah,
denn kein Helfer ist da.
13 Viele Stiere umringen mich,
die Starken Baschans umstellen mich.
14 Sie sperren ihren Rachen gegen mich auf,
ein Löwe, reissend und brüllend.
15 Wie Wasser bin ich ausgegossen,
aus den Fugen sind all meine Gebeine;
mein Herz ist wie Wachs geworden,
zerflossen in meinem Innern.
16 Meine Kraft ist dürr wie eine Scherbe,
meine Zunge klebt mir am Gaumen,
in den Staub des Todes legst du mich.
17 Ja, Hunde umringen mich,
eine Rotte von Bösen umkreist mich,
sie haben mir Hände und Füsse durchbohrt.
18 Zählen kann ich all meine Gebeine;
sie aber starren und weiden sich an mir.
19 Sie teilen meine Kleider unter sich
und werfen das Los um mein Gewand.
20 Du aber, HERR, bleib nicht fern!
Meine Stärke, eile mir zu Hilfe!
21 Entreiss dem Schwert mein Leben,
der Gewalt der Hunde mein Einziges!
22 Rette mich aus dem Rachen des Löwen!
Von den Hörnern der Wildstiere –
du hast mir geantwortet!
23 Von deinem Namen erzähle ich meinen Brüdern,
inmitten der Gemeinde will ich dich loben:
24 Lobt ihn, die ihr den HERRN fürchtet!
Ehrt ihn, all ihr Nachkommen Jakobs!
Erbebt vor ihm, all ihr Nachkommen Israels!
25 Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut
das Elend des Elenden;
er hat sein Angesicht nicht vor ihm verborgen,
und als er zu ihm schrie, hat er gehört.
26 Von dir kommt mein Lob in grosser Gemeinde;
meine Gelübde erfülle ich
vor denen, die ihn fürchten.
27 Essen sollen die Gebeugten und satt werden,
loben sollen den HERRN, die ihn suchen;
euer Herz soll leben für immer!
28 Gedenken werden es und umkehren zum HERRN
alle Enden der Erde;
vor dir werden sich niederwerfen
alle Sippen der Völker.
29 Denn dem HERRN gehört das Königtum,
er herrscht über die Völker.
30 Essen werden sie und sich niederwerfen,
alle Satten der Erde;
vor ihm beugen die Knie
alle, die in den Staub hinabsteigen,
und wer sein Leben nicht bewahren konnte.
31 Nachkommen werden ihm dienen;
vom Herrn wird man erzählen dem kommenden Geschlecht.
32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit verkünden
dem Volk, das noch geboren wird:
Er hat es getan!

Psalm 23
Psalm 23 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Der HERR als Hirte und Gastgeber
Ein Psalm. Von David.
1 Der HERR ist mein Hirte,
es wird mir an nichts fehlen.
2 Auf grünen Auen lässt er mich lagern,
an Wasser der Rast geleitet er mich.
3 Er belebt meine Seele,
er leitet mich auf rechten Pfaden
um seines Namens willen.
4 Auch wenn ich gehe durchs finstere Tal,
ich fürchte kein Unheil,
denn du bist bei mir;
dein Stock und dein Stab,
die geben mir Trost.
5 Du bereitest mir einen Tisch
vor den Augen meiner Bedränger;
du salbst mein Haupt mit Öl,
mein Becher fliesst über.
6 Ja, Gutes und Güte begleiten mich
alle Tage meines Lebens,
und ich kehre heim ins Haus des HERRN
für die Länge der Tage.

Psalm 24
Psalm 24 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Festlied beim Einzug in das Heiligtum
Von David, ein Psalm.
1 Dem HERRN gehört die Erde und ihre Fülle,
der Erdkreis und seine Bewohner.
2 Denn er hat sie auf Meeren gegründet
und über Strömen fest errichtet.
3 Wer darf hinaufziehen zum Berg des HERRN,
wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
4 Wer schuldlose Hände hat
und ein lauteres Herz,
wer seine Seele nicht zum Nichtigen erhebt
und nicht schwört, um zu täuschen.
5 Der wird Segen empfangen vom HERRN
und Gerechtigkeit vom Gott seines Heils.
6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,
die dein Angesicht suchen – Jakob. Sela
7 Hebt eure Häupter, ihr Tore,
erhebt euch, ihr uralten Pforten,
damit einzieht der König der Herrlichkeit!
8 «Wer ist der König der Herrlichkeit?»
Der HERR, stark und ein Held,
der HERR, ein Held im Kampf!
9 Hebt eure Häupter, ihr Tore,
hebt sie hoch, ihr uralten Pforten,
damit einzieht der König der Herrlichkeit!
10 «Wer ist er, der König der Herrlichkeit?»
Der HERR der Heerscharen,
er ist der König der Herrlichkeit! Sela

Psalm 25
Psalm 25 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Gebet um Gottes Schutz, um gnädige Leitung und um Vergebung der Sünden
Von David.
1 Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
2 Mein Gott, auf dich vertraue ich:
lass mich nicht zuschanden werden,
lass meine Feinde nicht über mich jubeln!
3 Ja, keiner, der auf dich hofft, wird zuschanden;
zuschanden werden, die grundlos die Treue brechen.
4 Deine Wege, HERR, zeige mir,
deine Pfade lehre mich!
5 Leite mich in deiner Treue und lehre mich,
denn du bist der Gott meines Heils;
auf dich hoffe ich den ganzen Tag.
6 Gedenke, HERR, deines Erbarmens
und deiner Güte,
denn sie sind von Urzeit her.
7 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend
und meiner Vergehen;
nach deiner Güte gedenke du meiner,
weil du gut bist, HERR.
8 Gut und redlich ist der HERR;
darum weist er Sündern den Weg.
9 Er leitet die Gebeugten nach dem Recht
und lehrt die Gebeugten seinen Weg.
10 Alle Pfade des HERRN sind Güte und Treue
denen, die seinen Bund bewahren
und seine Zeugnisse.
11 Um deines Namens willen, HERR,
vergib meine Schuld, denn sie ist gross!
12 Wer ist der Mensch, der den HERRN fürchtet?
Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.
13 Seine Seele wird im Guten wohnen,
seine Nachkommen werden das Land besitzen.
14 Vertraute des HERRN sind, die ihn fürchten,
und seinen Bund will er ihnen zeigen.
15 Meine Augen sehen stets auf den HERRN,
denn er zieht meine Füsse aus dem Netz.
16 Wende dich mir zu und sei mir gnädig,
denn einsam bin ich und elend.
17 Die Nöte meines Herzens sind gross geworden;
führe mich heraus aus meiner Enge!
18 Sieh mein Elend und meine Mühsal
und nimm hinweg all meine Sünden!
19 Sieh meine Feinde, wie viele es sind,
und wie sie mich hassen mit Hass voll Gewalt!
20 Behüte meine Seele und rette mich!
Lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich berge mich bei dir.
21 Lauterkeit und Redlichkeit sollen mich bewahren,
denn ich hoffe auf dich.
22 Erlöse, Gott, Israel
aus all seinen Nöten!

Psalm 26
Psalm 26 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Gebet um Gottes Schutz, um gnädige Leitung und um Vergebung der Sünden
Von David.
1 Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele.
2 Mein Gott, auf dich vertraue ich:
lass mich nicht zuschanden werden,
lass meine Feinde nicht über mich jubeln!
3 Ja, keiner, der auf dich hofft, wird zuschanden;
zuschanden werden, die grundlos die Treue brechen.
4 Deine Wege, HERR, zeige mir,
deine Pfade lehre mich!
5 Leite mich in deiner Treue und lehre mich,
denn du bist der Gott meines Heils;
auf dich hoffe ich den ganzen Tag.
6 Gedenke, HERR, deines Erbarmens
und deiner Güte,
denn sie sind von Urzeit her.
7 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend
und meiner Vergehen;
nach deiner Güte gedenke du meiner,
weil du gut bist, HERR.
8 Gut und redlich ist der HERR;
darum weist er Sündern den Weg.
9 Er leitet die Gebeugten nach dem Recht
und lehrt die Gebeugten seinen Weg.
10 Alle Pfade des HERRN sind Güte und Treue
denen, die seinen Bund bewahren
und seine Zeugnisse.
11 Um deines Namens willen, HERR,
vergib meine Schuld, denn sie ist gross!
12 Wer ist der Mensch, der den HERRN fürchtet?
Ihm weist er den Weg, den er wählen soll.
13 Seine Seele wird im Guten wohnen,
seine Nachkommen werden das Land besitzen.
14 Vertraute des HERRN sind, die ihn fürchten,
und seinen Bund will er ihnen zeigen.
15 Meine Augen sehen stets auf den HERRN,
denn er zieht meine Füsse aus dem Netz.
16 Wende dich mir zu und sei mir gnädig,
denn einsam bin ich und elend.
17 Die Nöte meines Herzens sind gross geworden;
führe mich heraus aus meiner Enge!
18 Sieh mein Elend und meine Mühsal
und nimm hinweg all meine Sünden!
19 Sieh meine Feinde, wie viele es sind,
und wie sie mich hassen mit Hass voll Gewalt!
20 Behüte meine Seele und rette mich!
Lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich berge mich bei dir.
21 Lauterkeit und Redlichkeit sollen mich bewahren,
denn ich hoffe auf dich.
22 Erlöse, Gott, Israel
aus all seinen Nöten!

Psalm 27
Psalm 27 ⸱ LYRIS-Fassung (LYF)
Freudige Zuversicht auf den HERRN und Bitte um seinen Schutz
Von David.
1 Der HERR ist mein Licht und mein Heil,
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Feste,
vor wem sollte mir bangen?
2 Dringen Übeltäter auf mich ein,
mich zu zerfleischen,
meine Bedränger, meine Feinde -
sie straucheln und fallen.
3 Lagert ein Heer sich gegen mich,
mein Herz bleibt ohne Furcht;
erhebt sich Krieg gegen mich,
auch dann bin ich getrost.
4 Eines erbitte ich vom HERRN,
danach steht mein Verlangen:
im Haus des HERRN zu wohnen
alle Tage meines Lebens,
zu schauen die Freundlichkeit des HERRN
und nachzusinnen in seinem Tempel.
5 Denn er birgt mich in seiner Hütte
am Tag des Unheils,
verbirgt mich im Schutz seines Zeltes,
hebt mich empor auf einen Felsen.
6 So wird sich denn mein Haupt erheben
über meine Feinde rings um mich her.
In seinem Zelt will ich opfern
Schlachtopfer mit Jubelschall,
will singen und spielen dem HERRN.
7 Höre, HERR, meine Stimme, ich rufe!
Sei mir gnädig und erhöre mich!
8 Von dir spricht mein Herz: «Sucht mein Angesicht!»
Dein Angesicht, HERR, will ich suchen.
9 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir,
weise deinen Knecht nicht ab im Zorn.
Meine Hilfe bist du gewesen -
verwirf mich nicht, verlass mich nicht,
du Gott meines Heils!
10 Wenn Vater und Mutter mich verlassen,
so nimmt doch der HERR mich auf.
11 Weise mir, HERR, Deinen Weg,
und leite mich auf ebenem Pfad
um meiner Feinde willen.
12 Gib mich nicht preis der Gier meiner Bedränger,
denn falsche Zeugen stehen gegen mich auf
und schnauben Gewalttat.
13 Ich aber bin gewiss, die Güte des HERRN
zu schauen im Land der Lebenden -!
14 Harre auf den HERRN!
Sei stark, dein Herz sei unverzagt!
Ja, harre auf den HERRN!


























