Buch III gilt häufig als der dunklere Kern des Psalters: Es ringt intensiv mit der Krise des Glaubens, besonders mit der Frage nach Gottes Gerechtigkeit und dem scheinbaren Erfolg der Gottlosen (Ps 73). Viele Psalmen sind Asaph-Psalmen (Ps 73–83) und greifen nationale Katastrophen, Bedrohungen und die Erfahrung göttlicher Ferne auf. Zentral ist auch die Erschütterung der Davidischen Verheißung: Was gilt Gottes Bund, wenn König und Volk scheitern (Ps 89)? Dadurch gewinnt das Buch eine theologische Tiefenschärfe: Es verschweigt die Brüche nicht, sondern betet sie vor Gott aus. Es schließt mit einer Doxologie (Ps 89,53).
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