Ein zweistufiges Verfahren

Die Erarbeitung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. In einem ersten Schritt wird der Menge-Text mithilfe künstlicher Intelligenz nach klar definierten editorischen Regeln revidiert. Diese Regeln betreffen unter anderem Texttreue, Stil, Gottesbezeichnungen, Eigennamen, Parallelstellen, Schweizer Orthografie, typografische Gestaltung und den Umgang mit philologisch schwierigen Stellen.

In einem zweiten Schritt wird das Ergebnis sorgfältig von Hand geprüft, überarbeitet und sprachästhetisch weitergeführt. Dabei wird jeder Abschnitt minutiös gelesen, mit dem Ausgangstext abgeglichen und mit neun gängigen deutschen Bibelübersetzungen verglichen. Dieser Vergleich dient nicht der Übernahme fremder Formulierungen, sondern der Kontrolle von Sinn, Gewichtung, theologischer Redlichkeit und sprachlicher Angemessenheit.

Gottesbezeichnungen, Namen und Schlüsselbegriffe

Gottesbezeichnungen, Eigennamen und Schlüsselbegriffe werden projektweit konsistent behandelt. Wo der Gottesname JHWH im alttestamentlichen Text steht, verwendet die LYRIS-Fassung die Form HERR. In der direkten Anrede Gottes werden die Formen Du, Dir, Dich, Dein verwendet. Personen- und Ortsnamen orientieren sich grundsätzlich an den Loccumer Richtlinien.

Typografie und äussere Gestalt

Auch die äussere Gestalt der LYRIS-Fassung folgt einem bewusst zurückhaltenden Konzept. Überschriften erscheinen kursiv, Verszahlen hochgestellt, der Bibeltext ruhig und gut lesbar. Die Typografie soll dem Text dienen: klar, würdig und langfristig tragfähig.